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Mineralica 2026-3

Was eine Stufe selbst erzählt und was wir für sie festhalten müssen: Spuren auf Diamantkristallen, ein verborgener Smaragd aus dem Habachtal, Goldlocken aus der Gran Sabana und vier Wege, eine Sammlung zu dokumentieren.

  • Erhältlich auf Deutsch und Englisch
  • Sept. 2026
  • 68 Seiten
  • 4 Artikel

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Maximilian Schiller

Editorial

Was die Waage nicht misst

Gold lässt sich wiegen. Eine Mineralstufe lässt sich damit aber noch lange nicht bewerten. In der Gran Sabana im Süden Venezuelas werden selbst filigrane Goldlocken mit der Zange zerteilt und nach Gewicht unter den Bergleuten aufgeteilt. Für sie ist das Gold vor allem Rohstoff und Entlohnung: Ein Gramm bleibt ein Gramm, unabhängig davon, ob es als Draht, Kristall oder unförmiges Nugget ausgebildet ist. Für Mineraliensammler kann dagegen gerade die unversehrte, ungewöhnliche Kristallisation das sein, was ein Stück einzigartig macht. Der Wert einer Stufe beginnt für uns deshalb häufig genau dort, wo die Waage aufhört zu messen.

Maximilian Schiller

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