Mineralica 2025-2

Christopher Smith-Duque: Aus dem Dunkel ans Licht

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Maximilian Schiller (2025): Christopher Smith-Duque: Aus dem Dunkel ans Licht. Mineralica 2025-2, S. 6–11.

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Maximilian Schiller (2025): Christopher Smith-Duque: Aus dem Dunkel ans Licht. Mineralica online, Juni 2025. https://mineralica.com/a/r8n4d4 (abgerufen am 19. Oktober 2026)

Der britische Geochemiker Christopher Smith-Duque malt Mineralien vor schwarzem Hintergrund. Im Interview auf der Tucson Show 2025 erzählt er, wie ihn die Faszination für Stufen vom Labor an die Leinwand führte.

Christopher Smith-Duque bei der Arbeit an einem seiner Gemälde zu Hause. Foto Christopher Smith-Duque.

Bei der Tucson Gem and Mineral Show 2025 trafen wir den jungen Künstler Christopher Smith-Duque, dessen Gemälde von Mineralien die Fachwelt derzeit aufhorchen lassen. Er lebt in New-castle Upon Tyne in Großbritannien. Ursprünglich Geologe mit einem Doktortitel in Geochemie, wagte Smith-Duque den Schritt in die Kunstwelt – und verbindet heute wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Ausdruckskraft. Im Interview erzählt er, wie ihn Mineralien zum Malen brachten, warum ein schwarzer Hintergrund für ihn eine tiefere Bedeutung hat und welche Rolle Geduld in seinem kreativen Prozess spielt.

Mineralica: Christopher, Du hast ursprünglich Geologie studiert – wie kam es dann zur Kunst?

Christopher Smith-Duque: Ich habe schon als Kind leidenschaftlich gern gezeichnet. Während meines Geologiestudiums, insbesondere bei der Kartierung, wurde mir bewusst, wie sehr ich visuelle Darstellung liebe. Meine Doktorarbeit habe ich im Rahmen eines wissenschaftlichen Programms zur Ozeanbohrung geschrieben. Ich war Petrologe, habe also Bohrkerne charakterisiert – das basiert stark auf Beobachtung. Diese Fähigkeit begleitet mich bis heute in meiner Kunst.

Wie sahen Deine ersten künstlerischen Arbeiten aus?

Zunächst habe ich Landschaften und Berge gezeichnet. Dabei war die Natur immer mein Ausgangspunkt. Das Sammeln von Mineralien begann erst später. Aber als ich mit dem Mineralien-Malen anfing, hat sich mein Fokus verschoben: Heute male ich fast ausschließlich Mineralstufen, weil ich große Freude daran gefunden habe, die Wunder der Mineralien durch Kunst auszudrücken.

Wie kam der Wandel hin zu Mineralien als künstlerisches Motiv?

Ein Freund – Peter – zeigte mir eine wunderschöne Fluorit-Stufe aus Greenlaws, England. Sie fluoreszierte wunderschön im Tageslicht, ließ sich aber kaum fotografieren. Kurzerhand beschlossen wir, sie zu zeichnen. Die Arbeit machte mir sehr viel Spaß. Und das Ergebnis fand ich schlussendlich so gelungen, dass ich weitermachen wollte. Jetzt möchte ich mit meinen Werken einfangen, was die Präsenz von solchen unvergleichlichen Stufen mit uns macht. Ich fand, dass ich durch das Malen eines der einzigartigsten Exemplare der Greenlaws Mine dazu beitragen konnte, die geologische Geschichte dieser Mine zu erzählen. Um dies zu verdeutlichen, habe ich „Funky Fluorite“ gemalt.

Triple Buttress, Acryl auf Leinwand, 120 x 100 cm (2019). Triple Buttress von Coire Mhic Fhearchair, Torridon Mountains, Schottland. Gemalt als Cover-Artwork für die kommende Reihe von Reiseführern der Scottish Mountaineering Press. Foto Christopher Smith-Duque.
Kampylite, Acryl auf Gipsplatte, 30 x 41 cm (2022). Originalbeleg: Mimetit var. Campylite mit Coronadit, Drygill Mine, Caldbeck Fells, Cumbria, England. 14 x 7 cm. Sammlung Peter Ward, Foto Christopher Smith-Duque.
Funky Fluorite, Acryl auf Gessopanel, 30 x 41 cm (2021). Originalstufe: Fluorit, Greenlaws Mine, Weardale, Co Durham, England. 130 x 65 mm. Sammlung Peter Ward, Foto Christopher Smith-Duque.

Kurz darauf malte ich eine Kampylit-Stufe – dieses Werk brachte mir in Tucson 2022 schließlich viel Aufmerksamkeit.

War das dein Durchbruch?

Der Durchbruch, wenn man es so ausdrücken möchte, kam 2023 in München bei der Sonderschau Art d’Objet der Munich Show. Ich durfte hier vier meiner Werke präsentieren. Dabei waren auch meine ersten Auftragsarbeiten. Ab da wurde es wirklich ernst …

In Mineralica 2025-2

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