Mineralica 2025-4

Auf der Spur des roten Berylls: Samm­ler­aben­teuer in den Thomas Mountains

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David Evans (2025): Auf der Spur des roten Berylls: Sammlerabenteuer in den Thomas Mountains. Mineralica 2025-4, S. 6–11.

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David Evans (2025): Auf der Spur des roten Berylls: Sammlerabenteuer in den Thomas Mountains. Mineralica online, Dezember 2025. https://mineralica.com/a/d9w2z9 (abgerufen am 13. Oktober 2026)

In den Wüsten Utahs erfüllte sich für David Evans ein Sammlertraum: Bei einer Grabungstour nahe Delta fand er roten Beryll, einen der seltensten Edelsteine der Welt – zwischen glühender Hitze, hartem Rhyolith und Topas.

Roter Beryll mit Bixbyit und Topas auf pseudomorphem Granat. Searle Canyon Red Beryl Mine, Juab County, Utah. Ca. 18 x 10 x 8 mm. Foto László Kupi.

Im August dieses Jahres bot sich mir eine außergewöhnliche Gelegenheit: eine Sammel- und Grabungstour mit Gem Tours außerhalb von Delta, Utah – auf der Suche nach dem legendären roten Beryll, einem der seltensten Edelsteine der Welt. Für Mineraliensammler ist dieser Name beinahe mythisch. Nur an wenigen Orten weltweit wurden bislang Kristalle gefunden, und die Thomas Range im Westen Utahs zählt zu den wichtigsten dieser Lokalitäten.

Ich bin seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Sammler von Kristallen, Edelsteinen und Gold, doch Utah war für mich bis dahin Neuland. Nach der langen Fahrt von Denver übernachtete ich in Delta, bevor ich mich am nächsten Morgen mit meinem Guide Christian traf.

Roter Beryll auf Rhyolith-Matrix, Searle Canyon Red Beryl Mine, Juab County, Utah. Ca. 19 x 14 x 11 mm. Foto TheGemTours.com.

Von Delta aus folgten wir einem kurzen Offroad-Trail, der sich in die zerklüfteten Ausläufer der Berge schlängelte. Die Landschaft war karg und von sonnenverbranntem Gestein geprägt. Es war abweisend und faszinierend zugleich. Christian, der das Gelände bereits am Vortag erkundet hatte, überreichte mir eine Handvoll Topas-Kristalle, die er dort gesammelt hatte. Für mich war es die erste Begegnung mit Utah-Topas. Hier ist er warm champagnerfarben, zartrosa oder klar weiß schimmernd, ganz anders als die kühlen Blautöne, die ich aus Colorado kannte.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung stiegen wir in einen der Hauptgräben hinab. Er ist Teil eines Systems von Abbaugruben, die seit den frühen 1980er-Jahren regelmäßig bearbeitet werden. Schon am Vormittag kletterte das Thermometer auf fast 40 °C, und die helle Rhyolithwand reflektierte die Hitze erbarmungslos. Mit Hammer und Meißel arbeiteten wir uns durch das kompakte Vulkangestein – Schicht für Schicht, Schlag für Schlag.

In Mineralica 2025-4

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