Mineralica 2024

Pala District: Die Pegmatite des Chief Mountain und ihre Mineralien

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Mark Mauthner (2024): Pala District: Die Pegmatite des Chief Mountain und ihre Mineralien. Mineralica 2024, S. 16–32.

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Mark Mauthner (2024): Pala District: Die Pegmatite des Chief Mountain und ihre Mineralien. Mineralica online, Oktober 2024. https://mineralica.com/a/mz4832 (abgerufen am 21. Oktober 2026)

Im Pala District in Kalifornien lieferten die Pegmatite des Chief Mountain einige der schönsten Edelsteinstufen Nordamerikas – spektakuläre Kunzite und Blue-Cap-Turmaline. Mark Mauthner über die Minen und ihre Mineralien.

Fotomontage: Mittig ein frisch geborgener Kunzit, der von einer Grubenlampe beleuchtet wird. Rechts davon ein 58,87-ct.-Edelstein, der aus einem Kristall geschliffen wurde, der in der Zone Big Kahuna II, Ebene Baker Boulevard, Oceanview Mine, gefunden wurde. Sammlung von Oceanview Mines, LLC, Foto Mark Mauthner.

Die Pegmatitlagerstätten des Pala District in San Diego County in Kalifornien haben seit dem späten 19. Jahrhundert besondere Mineralstufen hervorgebracht. Diese Lagerstätten bestehen aus granitischen Pegmatitgängen, die in den gabbroiden Gesteinen von vier Bergen des Pala District liegen: Tourmaline Queen Mountain, Hiriart Mountain sowie Little Chief Mountain und Chief Mountain (Jahns und Wright 1951). Im Zeitraum von 1900 bis 1922 fand der vielleicht größte Bergbauboom statt, den dieses Fundgebiet je erlebt hat. Obwohl mehrere bedeutende Funde gemacht wurden (z. B. Mauthner 2020, Fisher 2002 und Verweise darin) erfolgte der Abbau ab den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre lediglich sporadisch.

Die wiederauflebenden Bergbauaktivitäten in den Minen Elizabeth R, Oceanview und Pala Chief, welche sich alle auf dem Chief Mountain befinden, haben seit 2001 eine für den Markt bedeutsame Menge an guten Mineralien hervorgebracht. Bei größeren und kleineren Funden entdeckte man viele hochwertige Berylle (Var. Morganit und Aquamarin), hervorragende Quarze (Var. Citrin-Rauchquarz und Rauchquarz), verschiedene Arten von Turmalinen in unterschiedlichen Farbvarianten, Spodumen, Mikroklin, Albit und mehrere interessante Begleitminerale (z. B. Columbitgruppe, Apatit und andere Phosphatminerale, seltene Wismutvanadate und Zeolithe), darunter auch einige unbekannte, möglicherweise neue Mineralien.

Die Geschichte der Minen im Pala District

Die Anfangsjahre der Minen im Pala District wurden bereits von anderen Autoren ausführlich beschrieben (z. B. Jahns und Wright 1951, Weber 1963 und Fisher 2002). Es folgen einige Details zu den wichtigsten Vorkommen auf dem Chief Mountain.

Drei Claims (neben Ocean View auch Pala Chief und Goddess) wurden um die Jahrhundertwende von Frank Salmons und Ed Fletcher als Teil der Pala-Chief-Gruppe erfasst. In den 1950er Jahren wurde ein Patent auf diese Claims angemeldet, aber der Ocean View wurde dann doch wieder aus dem Patentantrag zurückgezogen. Jahns und Wright (1951) erwähnen vier benannte Schürfstellen: Meadow, Poison Oak, Redwing (Redlands) und Jackpot Tunnel (Butterfly). Sie erwähnen darüber hinaus eine Mine namens Ocean View, die sich auf dem gleichnamigen Grundstück befindet (sie ist nicht zu verwechseln mit der späteren Oceanview Mine). Das Grundstück wurde im Mai 1973 von Joe Zeld neu gepachtet und im Dezember 1973 an Roland Reed verkauft (Roland Reed, pers. Mitt., 2008). Reed arbeitete 1974 in der Ocean View Mine, wandte sich aber noch im selben Jahr einem anderen Grundstück (Hazel W) zu (Reed, pers. Mitt., 2008). Reed ließ das Grundstück Ocean View im Dezember 1979 patentieren und verkaufte es im September 2000 an Jeff Swanger und Stephen Koonce, Jr. (Jessie Fisher 2002). Swanger ist derzeit der alleinige Eigentümer des Ocean View Claims und firmiert als Oceanview Mines, LLC.

Blue-Cap-Elbait, 8 cm lang. Pala Chief Mine. Sammlung Bob & Jane Dawson, Foto Mark Mauthner.

Die Pala Chief Mine

Frank A. Salmon, Bernardo Hiriart, Pedro Peiletch und John Giddens entdeckten im Mai 1903 die Edelsteinvorkommen des Pala Chief und steckten den Claim ab. Sie erschlossen die Mine bis etwa 1914, als der kommerzielle Abbau aufgrund einer Überschwemmung des Marktes durch amerikanische Edelsteine eingestellt wurde. Der bekannteste Fund aus dieser Zeit ist eine große Tasche namens “Bridal Chamber“. Diese Hohlräume im Pegmatit werden auch Miarole genannt.

Nach 1914 wurde nur noch sporadisch abgebaut. Der Sammler Bob Bartsch schürfte Mitte der 1960er Jahre mehrere Monate lang im “Chief” und fand dort Triphan und Kunzit. Die Firma Pala International schürfte dort Anfang der 1970er Jahre und machte kleinere Funde. In den 1980er Jahren ging die Mine in den Besitz von Bob Dawson über, der dort bis 2011 Bergbau betrieb, bis er den Claim an Jeff Swangers Oceanview Mines, LLC verkaufte. Dawson konnte nicht viele Funde machen, jedoch waren einige bedeutende Stufen darunter, unter anderem mehrere spektakuläre Turmalinstufen auf Matrix.

Das Grundstück Hazel W / Elizabeth R

Der Hazel-W-Claim gehört zu denen, der von der ehemaligen Pala Chief Mining Company verwaltet wurden und deren Präsident Frank Salmons war (Weber 1963). Es sind nicht viele Aktivitäten diesbezüglich bekannt. Was man aber weiß, ist, dass Mike Myers und Charles Baker das Grundstück Hazel W im Jahre 1972 wieder in Besitz nahmen. Reed kaufte es ihnen im April 1974 ab und benannte das Grundstück nach seiner Tochter Elizabeth R. Seine Bergbautätigkeiten (in der Elizabeth R Mine, die seit 1974 aktiv ist) befinden sich an der Grenze zwischen den Grundstücken Elizabeth R und Ocean View. Die frühen, höher gelegenen Abbaustellen befinden sich auf der Seite des Ocean View Claims und die späteren, tiefer gelegenen Abbaustellen auf der Seite des Elizabeth R Claims (Reed, pers. Mitt., 2008).

Jeff Swanger erwarb den Claim und die Mine von Roland Reed im Jahr 2010 und betreibt sie seitdem mit Unterbrechungen, neben seinen Aktivitäten in den Minen Oceanview und Pala Chief.

Die Oceanview Mine

Ende 2001 schlugen Swanger und sein Team – zu dem damals auch Phil Osborn, dessen Sohn Brian und Peter Renwick gehörten – einen neuen Stollen im unteren Teil des Pegmatitgang-Systems von Ocean View an und bezeichneten das neue Vorhaben als Oceanview Mine. Die Mannschaft bohrte und sprengte sich fast zwei Jahre lang durch taubes Gestein, bevor sie auf die erste …

In Mineralica 2024

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